Politik : Anti-Terror-Kampf nun gegen Abu Sayyaf

mkb

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus nehmen US-Soldaten erstmals an Militäraktionen in den Philippinen teil. Ziel ist die Abu-Sayyaf-Gruppe, die auf der Insel Basilan zwei US-Bürger gefangen hält. In kleinen Gruppen hatten amerikanische Soldaten seit Oktober mehrmals den Süden der Philippinen besucht, um dort philippinische Truppen auszubilden. Jetzt sollen 160 bis 190 Mitglieder von US-Spezialeinheiten und 500 andere US-Soldaten mehrere Monate lang philippinische Soldaten bei Kampfeinsätzen begleiten. Die Amerikaner bringen unter anderem Helikopter, Flugzeuge, Waffen, Munition und modernes Aufklärungsgerät mit.

Zum Thema Dokumentation: Kampf gegen Terror
Fotos: Osama Bin Laden, Krieg in Afghanistan
Die Abu-Sayyaf-Gruppe agiert hauptsächlich auf den Inseln Basilan und Jolo, 900 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Ihre rund 600 Mitglieder sind eine Mischung aus Rebellen, Terroristen und Kriminellen. Manche Abu Sayyaf sagen, dass sie für einen unabhängigen, islamischen Staat im Süden der Philippinen kämpfen. Aber seit zehn Jahren fällt die Gruppe nur durch Entführungen auf. Im Jahr 2000 entführte die Abu Sayyaf auch die Familie Wallert aus Göttingen, die später frei kam. Im Moment sind ein amerikanisches Ehepaar und eine philippinische Krankenschwester gefangen. Der US-Geheimdienst glaubt, dass die Abu Sayyaf Kontakte zu Osama bin Ladens Netzwerk Al Qaida unterhält.

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