Augenzeugenberichte : Gaddafi lässt Munitionsdepots bombardieren

Die EU hat Libyens Staatschef Gaddafi die Konten gesperrt. Unterdessen versucht der Diktator offenbar mit Waffengewalt den Osten des Landes wieder unter seine Kontrolle zu bringen.

Am Ende der Betonröhren soll Gaddafi in die Hände der Rebellen gefallen sein. Noch lebend. Später hieß es, er sei seinen Verletzungen erlegen. Zum Beweis wurden Bilder des Toten versendet.Weitere Bilder anzeigen
Fotos: AFP, rtr
20.10.2011 17:34Am Ende der Betonröhren soll Gaddafi in die Hände der Rebellen gefallen sein. Noch lebend. Später hieß es, er sei seinen...

Die Luftwaffe des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi hat Augenzeugen zufolge Luftangriffe im Osten des Landes geflogen. Dabei seien Munitionsdepots bombardiert worden, teilten übereinstimmende Quellen am Montag in der Stadt Bengasi mit. Gaddafi hat seit vergangener Woche die Kontrolle über den Osten des Landes verloren und kämpft von der Hauptstadt Tripolis aus um seine Macht.

Die EU hat Sanktionen gegen das Regime von Libyens Staatschef Muammar al Gaddafi beschlossen. Mitglieder des Gaddafi-Clans dürfen ab sofort nicht mehr in EU-Mitgliedsländer einreisen. Zudem sind Kontosperrungen gegen Gaddafi und 25 Vertreter seines Umfelds geplant, wie der ungarische Minister für nationale Entwicklung, Tamás Fellegi, am Montag in Brüssel sagte. Auch ein Waffenembargo ist Teil der Sanktionen.

Nach einem einstimmigen Beschluss der EU-Botschafter besiegelten die zu einem Ratstreffen zum Thema Energie in Brüssel zusammengekommenen Vertreter der EU-Staaten unter der Leitung Fellegis die Sanktionen. Damit traten die Sanktionen am Montag in Kraft. Besonders Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten nach einem Sanktionsbeschluss der Vereinten Nationen nach Angaben eines EU-Diplomaten darauf gedrängt, auch rasch EU-Sanktionen zu verhängen. (dpa/AFP)

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