Politik : Aussteiger

Frederik Hanssen

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Meks, Koi, Fog. Steckt irgendetwas hinter den Spitznamen dieser Jugendlichen, die allesamt am Tag ihres 16. Geburtstags verschwanden? Birgit Vanderbeke stellt eine brisante Frage: Was passiert, wenn die Kids sich der Auseinandersetzung mit den Eltern und Lehrern einfach entziehen? Sie schicken ihre Handys ohne Absender an einen Unbekannten, schnappen sich ihr Laptop und tauchen ab. Von jetzt an, lassen sie im Internet verlautbaren, würden sie sich das Wesentliche selber beibringen. Doch die Autorin zeigt nicht das leiseste Interesse daran, dem emotionalen Potenzial ihrer Geschichte nachzuspüren. Stattdessen lässt sie einen Ich-Erzähler den Exitus der Sechzehnjährigen in den Medien verfolgen: Seitenweise werden fiktive „Spiegel“-Titelgeschichten, Talkshows und Krisensitzungen des Innenministeriums zusammengefasst. Lässig soll das wirken – und ist doch nur langweilig.

Birgit Vanderbeke: Sweet Sixteen. Erzählung. S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 140 Seiten, 16,90 €.

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