Bayern : CSU will mit FDP über Koalition verhandeln

Nach ihrem schlechten Wahlergebnis ist die CSU auf einen Koalitionspartner angewiesen. Nach Sondierungsgesprächen hat sich der CSU-Vorstand jetzt für die Liberalen entschieden.

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CSU-Vorstandssitzung in München: Landesgruppenchef Peter Ramsauer spricht auf einer Pressekonferenz. -Foto: dpa

München Der CSU-Vorstand hat sich einstimmig für Verhandlungen mit der FDP über die Bildung einer schwarz-gelben Koalition in Bayern ausgesprochen. Das teilte der designierte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Montag in München mit. Am Sonntag hatten sich bereits der Landesvorstand und die Fraktion der FDP für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen ausgesprochen.

Der scheidende Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) rechnet allerdings mit einem Tauziehen um die Kabinettsposten. Er sagte vor Beginn der Sitzung des CSU-Vorstands: "Die schwierigsten Dinge kommen in der Regel am Schluss." Die wichtigste "Sachfrage" sei: "Wer wird was?"

Der Vorsitzende der CSU-Mittelstandsunion, Hans Michelbach, warnte davor, das Wirtschaftsministerium an die Liberalen abzutreten. Im Mittelstand habe die CSU ein Stammwählerklientel. Dieses dürfe nicht verloren gehen, wenn die CSU weiter eine Volkspartei sein wolle. (bai/ddp)

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