Politik : Berlin verspricht Polen Unterstützung für raschen EU-Beitritt

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Deutschland wird Polens Weg in die EU weiter unterstützen. Dies sicherten Bundespräsident Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder dem polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski am Mittwoch zu. Kwasniewski war erstmals auf offiziellem Staatsbesuch in Berlin. Beide Politiker seien sich einig, dass Polen 2004 zur ersten Gruppe der neuen Beitrittsländer gehören müsse, hieß es nach dem Treffen mit Schröder. Die deutsch-polnischen Beziehungen bezeichnete der Kanzler als "ausgezeichnet". Rau sagte: "Aus guter Nachbarschaft hat sich herzliche Freundschaft entwickelt."

Kwasniewski sagte, er sei froh, dass Rau ihm versichert habe, der Ausgang der Bundestagswahl im September werde keinen Einfluss auf den EU-Beitritt Polens haben. Das bilaterale Verhältnis sei "sehr gut". Beiderseits seien lediglich "einige Details zu klären". Für Deutschlands Unterstützung beim EU-Beitritt bedanke er sich herzlich, sagte Kwasniewski. Vor allem beim Abschluss der Verhandlungen mit Brüssel über das Steuersystem helfe Berlin sehr effektiv. "Die deutsch-polnischen Beziehungen sind die notwendige Ergänzung der deutsch-französischen Beziehungen, damit die Statik Europas stimmt", sagte Rau.

Beide Staatsoberhäupter verliehen sich gegenseitig den jeweils höchsten Orden ihres Landes. "Ich habe es wirklich verdient", meinte Kwasniewski mit Hinweis auf seine zahlreichen Besuche in der Bundesrepublik und seine Arbeit für die beiderseitigen Beziehungen bereits als Jugendfunktionär der KP und Sportminister.

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