BLUSEN AUF! : Die Proteste sind gering, fallen aber auf

Foto: Geisler-Fotopress
Foto: Geisler-FotopressFoto: Geisler-Fotopress

Die Lichtgestalt, die Barack Obama als US-Präsidentschaftskandidat war, ist inzwischen etwas verschattet. Dennoch blieb der Protest gegen den Präsidenten am Mittwoch verhalten. Obama am nächsten kam trotz aller Absperrungen die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die ihm am Morgen auf dem Potsdamer Platz in Sichtweite seines Hotels „Yes you can!“ zurief – Erinnerung an sein Wahlkampfversprechen, das Gefangenenlager Guantánamo zu schließen. Dort werden

immer noch 166 Männer ohne Verfahren festgehalten. Etwa 40 Aktivisten waren da, und nach Augenzeugenberichten nur wenige Zuschauer. Am Großen Stern hatten ab 15 Uhr die Piraten zum Protest gegen die Ausspähung von Bürgerdaten im „Krieg gegen den Terror“aufgerufen. Etwa 200 Protestler kamen. Am auffälligsten waren zwei Frauen der Aktionsgruppe „Femen“, die morgens nahe Schloss Bellevue ihre nackten Brüste zeigten. Damit protestierten sie für ihre in Tunesien inhaftierten Mitaktivistinnen. Sie wurden kurzzeitig festgenommen. Ermittelt wird nun wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und Beleidigung. kat/ade

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben