Politik : Bombenanschlag in Moskau: Russland: Acht Tote - Putin beruft Krisenstab

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Bei einer Bombenexplosion im Zentrum Moskaus sind am Dienstag mindestens acht Menschen getötet und 17 schwer verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte vor einer unterirdischen Fußgängerzone.

Eine zweite Bombe konnte entschärft werden. Mehrere Kinder und Dutzende Passanten wurden leicht verletzt. In unmittelbarer Nähe des Unglücksortes, der nur 800 Meter vom Kreml entfernt ist, liegen auch die Eingänge von drei Metro-Stationen. Dort herrschte zu der Zeit Hochbetrieb. Der Radiosender Echo Moskwy von Panik unter den Passanten . Einige der Verletzten seien überrannt worden. Die Unfallstelle und das Zentrum wurden von Sondereinheiten der Miliz und Mitarbeitern des Ministeriums für Katastrophenschutz abgesperrt. Russlands Präsident Putin kam am Abend mit Innenminister Ruschailo und dem Minister für Katastrophenschutz, Schojgu, im Kreml zu einer Krisensitzung zusammen. Es wurde ein Krisenstab berufen. Moskaus Oberbürgermeister Luschkow, der wenige Minuten nach dem Anschlag an Ort und Stelle eintraf, und ein Vertreter des Inlandsgeheimdienstes FSB schlossen nicht aus, dass die Spur nach Tschetschenien führt. Die Polizei sprach von einem terroristischen Anschlag. Die Sicherheitsvorkehrungen in ganz Russland wurden verschärft. Am Mittwoch vor einem Jahr ernannte der damalige Präsident Jelzin Putin zum Premier. Der kündigte eine harten Gangart gegen islamische Fundamentalisten an, die in der Teilrepublik Dagestan mehrere Dörfer besetzten. Ihnen wurden auch die Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser in russischen Großstädten zur Last gelegt, bei denen im Herbst 1999 mehr als 350 Menschen um.

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