Politik : BSE und Rindfleischmarkt: Schlachtprogramm beginnt nächste Woche

Deutschland wird in der kommenden Woche das umstrittene Schlachtprogramm zur Entlastung des wegen der BSE-Krise zusammengebrochenen Rindfleischmarktes starten. Das sagte Verbraucherschutzministerin Renate Künast am Montag in Brüssel beim Treffen der EU-Agrarminister "Ich hoffe, dass wir weniger als 400 000 Tiere töten." Von dieser Zahl war die Ministerin, die sich bis zuletzt gegen die Maßnahme gewehrt hatte, in den vergangenen Wochen ausgegangen.

Bis Ende April werde das Fleisch der geschlachteten Tiere, wie im ursprünglichen Schlachtprogramm der Europäischen Union vorgesehen, vernichtet. Theoretisch könnten in diesem Zeitraum bis zu 100 000 über 30 Monate alte Rinder geschlachtet werden, sagte Künast.

Deutschland sei von der BSE-Krise in Europa am härtesten betroffen, sagte EU-Agrarkommissar Franz Fischler am Montag bei dem Treffen in Brüssel. Allerdings gebe es Anzeichen für eine Besserung der Lage am Rindfleischmarkt. Zwar liege der Rindfleischkonsum in der EU derzeit um 25 Prozent niedriger als "unter normalen Bedingungen", jedoch hätten die Preise von Jungbullen ein wenig angezogen.

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