Bundesversammlung : Köhler will sich nicht selbst wiederwählen

Amtsinhaber Horst Köhler verzichtet auf einen Posten in der Bundesversammlung, die am 23. Mai den Bundespräsidenten neu wählt. Für die CDU sitzen dagegen etwa Ex-Boxweltmeisterin Regina Halmich oder Sterne-Koch Harald Wohlfahrt in der Wahlversammlung.

Köhler
Horst Köhler will zwar Bundespräsident bleiben, aber sich nicht selbst wählen. -Foto: ddp

Bundespräsident Horst Köhler verzichtet auf einen Platz in der Bundesversammlung und damit auf die Möglichkeit, sich am 23. Mai als Staatsoberhaupt selbst wiederzuwählen. Der in Ludwigsburg aufgewachsene Amtsinhaber wurde zwar von der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion als Mitglied der Bundesversammlung nominiert. Über einen Sprecher ließ Köhler aber umgehend den Verzicht auf den Wahlmann-Posten mitteilen: "Als amtierender Bundespräsident möchte er diese ehrenvolle Aufgabe nicht wahrnehmen."

Die CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag setzte auch die frühere Box-Weltmeisterin Regina Halmich, Sterne-Koch Harald Wohlfahrt und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt auf die Liste. Unter den 39 Personen, die für CDU im Südwesten in Berlin ihre Stimme abgeben sollen, sind auch Ministerpräsident Günther Oettinger sowie seine Vorgänger Erwin Teufel und Lothar Späth (alle CDU).

Drei Kandidaten stellen sich zur Wahl

Aus Nordrhein-Westfalen werden Handball-Bundestrainer Heiner Brand, der Mitbegründer der Grünen und heutige Sportfunktionär Michael Vesper sowie Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma am 23. Mai den Bundespräsidenten mitwählen. Das Land stellt mit 131 das größte Kontingent der 1224 Mitglieder der Bundesversammlung.

Die fünfjährige Amtszeit Köhlers endet in diesem Jahr. CDU, CSU und FDP haben angekündigt, seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit zu unterstützen. Die SPD hat als Kandidatin wie schon 2004 die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan vorgeschlagen. Die Linke will den Schauspieler und Theaterregisseur Peter Sodann nominieren. (jvo/dpa)

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