Politik : Bush-Beraterin Rice: Schröder wird ignoriert „Beziehungen werden um

den Kanzler herum verbessert“

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Berlin (dpa). Die Sicherheitsberaterin von USPräsident George W. Bush, Condoleezza Rice, rechnet offenbar nicht mit einer grundlegenden Verbesserung des Verhältnisses zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Bush. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ zitiert Rice unter Berufung auf einen nicht näher genannten deutschen Gesprächspartner mit den Worten: „Das Verhältnis Bush-Schröder wird nie wieder so, wie es war und wie es sein sollte.“ Zwar habe Rice gesagt: „Wir geben uns jetzt Mühe, die Beziehungen zu Deutschland auf allen Ebenen zu verbessern.“ Sie habe aber hinzugefügt: „Aber wir machen es um den Kanzler herum. Den lassen wir besser aus.“ Auch gegen Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) habe Bush Vorbehalte, allerdings wegen dessen Vergangenheit als Straßenkämpfer. Bush sei der Meinung, „Fischers Lebenslauf passt nicht zur Vita eines Staatsmannes“.

Vor gut einer Woche war ein Besuch von US-Außenminister Colin Powell in Berlin eher kühl verlaufen. Powell hatte unter anderem deutlich gemacht, dass er keine Chance für ein baldiges bilaterales Treffen zwischen Bush und Schröder sehe. Unmittelbar zuvor hatte der hessische CDU- Ministerpräsident Roland Koch Washington besucht und war dabei mit US-Vizepräsident Dick Cheney, Rice und überraschend auch Bush zusammengetroffen.

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