Casdorffs Agenda : Beim Treffen der OSZE-Staaten fehlen die wichtigsten Außenminister

Auf der Potsdamer Konferenz kann eine Friedenslösung für die Ostukraine nicht weiter besprochen werden. Das ist mehr als schade.

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Die Außenminister auf der Glienicker Brücke in Potsdam.
Die Außenminister auf der Glienicker Brücke in Potsdam.Foto: REUTERS

Die OSZE, die "Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa", ist eine deutsche Domäne. Gewissermaßen. Denn keiner hat sich so sehr für sie stark gemacht wie Hans-Dietrich Genscher. Das verpflichtet. Zurzeit ist Frank-Walter Steinmeier Vorsitzender, und in der Tradition Genschers wirbt er bei den 57 Mitgliedern der OSZE für Dialog und Annäherung.

Dumm nur, dass bei dem Außenministertreffen in Potsdam genau die fehlten, auf die gerade alle ganz besonders schauen: der Russe Sergej Lawrow und der Amerikaner John Kerry. Der Krieg in der Ostukraine zum Beispiel kann ohne diese beiden zwar angesprochen, aber eine Friedenslösung nicht weiter besprochen werden.

Das ist mehr als schade. Diese Potsdamer Konferenz hätte eine historische Chance verdient gehabt.

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Steinmeier empfängt Außenminister der OSZE in Potsdam
Steinmeier empfängt Außenminister der OSZE in Potsdam

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