Casdorffs Agenda : Gerhard "Acker" Schröder, der ewige Mittelstürmer

Er sagt, wofür er steht und wofür seine SPD einstehen soll. Altkanzler Gerhard Schröder hat Wahlkampfluft gewittert. Ein Kommentar.

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht am Sonntag in Dortmund beim SPD-Sonderparteitag
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht am Sonntag in Dortmund beim SPD-SonderparteitagFoto: dpa

Da ist er wieder, Gerhard Schröder, "Acker", der ewige Mittelstürmer. Ja, ein bisschen in die Jahre gekommen ist er. Ein bisschen grauer, trotz der gesunden Sonnenbräune. Aber wenn der Altkanzler Wahlkampfluft wittert - dann dürfen sie ihn ruhig rufen, die Genossen. Wer, wenn nicht er... Wahlkampf als Jungbrunnen, gewissermaßen.

Und wie er da so redet, wird deutlich, was sich seit 2005 geändert hat. Von wegen basta und hier geht's lang. Das sagt noch nicht einmal mehr Schröder selbst. Doch immerhin sagt er, wofür er steht, wofür seine Partei einstehen soll. Und wenn die Menschen ihn so sehen, was sehen sie?

Es gibt etwas, für das einer als Politiker, als Regierungschef zumal, steht - und notfalls fällt. Das kann man wirklich nicht von jedem sagen. Oder jeder. Wer für diese Klarheit im Wahlkampf ackert, ist jedenfalls der ehrenden Erwähnung wert.

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