Casdorffs Agenda : Homo-Ehe - Angela Merkel gibt sich strikt konservativ

Viele Promis fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Umdenken bei der Ehe für homosexuelle Paare. Doch das zeichnet sich nicht ab. Im Gegenteil.

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Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff.
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff.Foto: TSP

Oh, oh, da kommt was zusammen. Von Lindenberg bis Liefers - immer mehr Promis wollen, dass Angela Merkel die Ehe für homosexuelle Paare öffnet. Denn wenn die oberste Christdemokratin das tut, dann muss ihre Partei ja folgen, denken die Unterzeichner des Appells.

Ganz falsch ist das nicht. Die CDU ist ein Kanzlerinnenwahlverein und macht gerade sehr viel mit. Sie weiß, wann sie zu nicken hat. Aber: Es könnte sein, dass in Merkel doch noch ein wenig Konservatismus lebt. Darauf lässt Regierungssprecher Steffen Seibert schließen. Der sagt im Namen der Kanzlerin: Es sei nicht Ziel der Bundesregierung, Lebenspartnerschaften von Homosexuellen mit der Ehe gleichzusetzen.

Warum nicht? "Es gibt Unterschiede, begründet in den Traditionen, kulturellen und religiösen Grundlagen unseres Landes." Klingt konservativ. Kann sein, dass die Promis und Merkel nicht zusammenkommen.

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