Casdorffs Agenda : Merkel und Gabriel - ein Sandkastenverhältnis

Das Verhältnis von Angela Merkel und Sigmar Gabriel ist nicht ganz unbelastet. Das zeigt sich schon im Kindergarten. Ein Kommentar.

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Angela Merkel will auch mal gucken: Die Bundeskanzlerin zu Besuch in einem Berliner Kindergarten am Dienstag.
Angela Merkel will auch mal gucken: Die Bundeskanzlerin zu Besuch in einem Berliner Kindergarten am Dienstag.Foto: Hans Rinke/REUTERS

Na, das passt doch. Als Angela Merkel im Sandkasten steht, in der Kita in Berlin-Mitte, sagt der Erzieher: “Seid doch mal so nett und lasst den Gabriel ein bisschen gucken.“ Gemeint ist damit nicht der SPD-Vorsitzende, sondern ein Junge, der an den “Sandvulkan“ geschoben werden soll. Der wird am "Tag der kleinen Forscher" eigens für die Kanzlerin gebaut.

Aber im übertragenen Sinn zeigt die Szene alles. Gabriel im Sandkasten, am Rande des Vulkans, und eine Kanzlerin, die das Experiment mit dem Interesse einer Naturwissenschaftlerin betrachtet: Mal sehen, was hinten auskommt. Wie im echten Leben. Im Politikerleben. In der Kita zieht die Kanzlerin Bilanz: "Nicht, war gut? Gut. Dann sind wir einig." Ihr hat das Ganze sehr gefallen. Gabriel auch. Dem Kind.

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