Casdorffs Agenda : Nur mit Seehofer bleibt Merkel stark

Die Union, die alles andere als einig ist: Wie begründen CDU und CSU eigentlich noch ihre Fraktionsgemeinschaft im Berliner Parlament?

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Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).Foto: dpa

Angela Merkel nicht zur CSU, Horst Seehofer nicht zur CDU - das ist nun wirklich ein Zeichen: das für eine gescheiterte Beziehung. Wer da noch von einer Union spricht, der missachtet, dass die vorgebliche alles andere als einig ist. Es wird ja wohl auch für 2017 zwei Wahlprogramme geben mit zwei Spitzenkandidaten.

Was wiederum zu einer Frage führt, die weiland Franz Müntefering aufwarf, ohne dass sie letztlich beantwortet wurde: Wie begründen CDU und CSU eigentlich noch ihre Fraktionsgemeinschaft im Berliner Parlament?

Wenn die SPD das vor ein Gericht tragen würde - dann wäre die CDU womöglich hinterher auch nur noch eine 20-Prozent-Partei. Was bedeutet: Nur mit Seehofer bleibt Merkel stark. Das macht sie in der Beziehung schwach.

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