Casdorffs Agenda : Trump lässt seinen treuesten Verbündeten im Stich

Donald Trump mach Jeff Sessions zum Sündenbock in der Russland-Affäre. Das könnten ihm die Konservativen übelnehmen.

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Trump bricht mit Sessions. Das Archivbild zeigt ihn im Februar, als er dem neuen Justizminister Sessions nach dem Amtseid gratuliert.
Trump bricht mit Sessions. Das Archivbild zeigt ihn im Februar, als er dem neuen Justizminister Sessions nach dem Amtseid...Foto: dpa

Immer sind die anderen Schuld. Das hat bei Donald Trump Methode. Dass er in Jeff Sessions allerdings einen seiner treuesten Verbündeten öffentlich herunterputzt, kann ihm schlecht bekommen. Der stramm konservative Sessions, der erste Senator, der sich im Wahlkampf zu Trump bekannte; Sessions, der alles tut, um das umstrittene Einreiseverbot durchzusetzen - der soll nun als alleiniger Sündenbock in Trumps Russland-Affäre herhalten.

Wenn das jetzt nicht ein abgekartetes Spiel ist, der letzte große Dienst von Jeff Sessions am Präsidenten - dann werden dem die Konservativen dieses Verhalten übel nehmen. Zum ersten Mal wirklich. Nach dem Motto: Buddies lässt man nicht im Stich. Die hängt man nicht so hin. Trump in Not bräuchte aber Buddies, mehr denn je. Es wird einsam um ihn. Auch das ist alleine seine Schuld.

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