Christen im Sudan : Zum Tode verurteilte Christin könnte freikommen

Für die im Sudan - wegen angeblicher Abkehr vom Islam - zum Tode verurteilte Christin könnte es Hoffnung geben. Das lassen neueste Äußerungen der Regierung in Khartoum vermuten.

Daniel Wani, US-Bürger und Ehemann der zum Tode verurteilten Christin Meriam Yahia Ibrahim Ishag mit dem gemeinsamen Töchterchen Maya, das im Gefängnis zur Welt kam.
Daniel Wani, US-Bürger und Ehemann der zum Tode verurteilten Christin Meriam Yahia Ibrahim Ishag mit dem gemeinsamen Töchterchen...Foto: AFP

Die im Sudan zum Tode verurteilte Christin Mariam Jahia Ibrahim Ischag könnte laut einem Bericht der BBC in den nächsten Tagen freikommen. Das habe ein Vertreter des Außenministeriums in Khartoum mitgeteilt, meldete der britische Sender am Samstag. Die sudanesische Regierung garantiere religiöse Freiheit und sei entschlossen, die Frau zu schützen, zitiert die BBC den Regierungsvertreter Abdullahi Alzareg.

Die 27-jährige Ischag war wegen angeblicher Abkehr vom Islam zum Tode verurteilt worden. Ihr Vater ist Muslim, die Mutter aber eine orthodoxe Christin aus Äthiopien. Ischag war wegen der weitgehenden Abwesenheit des Vaters als Christin erzogen worden. Das Schicksal der jungen Frau, die Anfang der Woche im Gefängnis eine kleine Tochter zur Welt gebracht hat, erregte international Aufsehen. dpa

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