• Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Clintons Nachfolger : Obama nominiert Kerry als neuen Außenminister

21.12.2012 19:50 Uhr
Obama hat John Kerry als neuen US-Außenminister nominiert.Bild vergrößern
Obama hat John Kerry als neuen US-Außenminister nominiert. - Foto: AFP

US-Präsident Barack Obama hat am Freitag den demokratischen Senator John Kerry als neuen Außenminister nominiert. Kerry soll die Nachfolge der scheidenden US-Außenministerin Hillary Clinton antreten, eine Zustimmung im Senat gilt als sicher.

„Ich weiß, dass Sie ein hervorragender Außenminister sein werden“, sagte Obama an der Seite Kerrys bei der offiziellen Ankündigung der Personalie in Washington. Obama lobte insbesondere Kerrys diplomatische Fertigkeiten. Es gebe „wenige Personen, die so viele Präsidenten oder Premierminister kennen“, sagte der Präsident. Daher sei der einflussreiche Senator aus Massachusetts ein „perfekter Kandidat“ für den Posten, der kaum Einarbeitung benötige. Kerry war für Obama zum afghanischen Präsidenten Hamid Karsai gereist, nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan im Mai 2011 nach Islamabad. Auch mit dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad verhandelte er.

Der 69-jährige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat und ehemalige Präsidentschaftsbewerber war der aussichtsreichste Kandidat, nachdem die US-Botschafterin bei der UNO, Susan Rice, in der vergangenen Woche ihren Verzicht auf den Posten bekannt gegeben hatte.

Sie galt bei den Republikanern als nicht ministrabel. Durch Erklärungen nach dem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi am 11. September hatte sie deren Groll auf sich gezogen. Rice hatte noch fünf Tage nach dem Anschlag, bei dem US-Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter getötet wurden, die Einordnung der Tat als Terrorakt verweigert.

John Kerry hatte Obama bei der Vorbereitung auf die TV-Debatten mit Herausforderer Mitt Romney unterstützt. Bei der Präsidentschaftswahl 2004 kandidierte Kerry selbst für die Demokraten, unterlag damals aber George W. Bush. Zu der Zeit wurde ihm vorgeworfen, ein Wendehals zu sein, da er 2003 noch für eine US-Invasion im Irak gestimmt hatte, im Wahlkampf jedoch als vehementer Gegner des Konflikts auftrat.

Seine politische Karriere begann Kerry in Massachusetts, wo er 1982 zum stellvertretenden Gouverneur des Bundesstaates gewählt wurde. Zwei Jahre später schaffte er den Sprung in den Senat nach Washington.

Die scheidende Außenministerin Clinton ist nicht die einzige, die in der neuen Amtsperiode Obamas nicht mehr dem Kabinett angehören möchte. Auch Finanzminister Timothy Geithner und Pentagonchef Leon Panetta scheiden voraussichtlich aus.

Es ist sechs Uhr morgens und Sie haben die wichtigsten Zeitungen schon gelesen. Oder die Tagesspiegel Morgenlage. Redaktionsschluss fünf Uhr morgens. Minuten später auf Ihrem Smartphone, Tablet oder Computer. Die kostenlose Nachrichten- und Presseschau gibt es für Politik-Entscheider oder Wirtschafts-Entscheider. Entscheiden Sie sich für eine oder beide.

Die Afghanistan-Connection


Sie waren zusammen im Afghanistan-Einsatz. Jetzt sitzen sie auf entscheidenden Posten im Ministerium. Sie prägen das Bild, das sich die Ministerin macht. Sie bestimmen Ausrichtung, Struktur und Selbstverständnis der Truppe. Welche Folgen hat das für Deutschlands Sicherheit?
Eine Recherchekooperation des Tagesspiegels mit dem ARD-Magazin "Fakt".

Die Afghanistan-Connection
Folgen Sie unserer Politikredaktion auf Twitter:

Dagmar Dehmer:


Andrea Dernbach:


Cordula Eubel:


Fabian Leber:


Matthias Meisner:


Elisa Simantke:


Christian Tretbar:


Claudia von Salzen:

Tagesspiegel twittert

Service

Weitere Themen

Todesopfer rechter Gewalt