Politik : Das Ärzteparlament wählt am 15. Januar

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Der Berliner Urologe Manfred Richter-Reichhelm will Repräsentant aller 115 000 deutschen Kassenärzte werden. Der 57-Jährige kandidiert am 15. Januar bei der Neuwahl des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und rechnet sich gute Erfolgschancen aus. Das Bundesparlament der Kassenärzte will auf einer Sondersitzung in Berlin über den neuen Führungsmann entscheiden. Der bisherige Amtsinhaber Winfried Schorre, ein Nervenarzt aus Köln, war am vergangenen Wochenende "aus persönlichen Gründen" zurückgetreten. Richter-Reichhelm ist langjähriger Chef der 6000 Berliner Kassenärzte und zudem bereits jetzt KBV-Vorstandsmitglied. Er setzte in Verhandlungen mit Krankenkassen und Politik bislang eher auf Dialog als auf Konfrontation.

Im Streit um die Gesundheitsreform wolle der Urologe mit Nachdruck dafür kämpfen, daß "Budgets und Gängelei der Ärzte verschwinden", sagte Richter-Reichhelm am Mittwoch in Berlin. Sparreserven seien ausgeschöpft.

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