DER IRAN UND DAS ATOMPROGRAMM : Mit Respekt

Der Ton macht die Musik, könnte man Obamas erste Offerten an Teheran überschreiben. Denn bei den politischen Zielen wird sich wenig ändern: Iran darf keine Atommacht werden; und Israels Existenzrecht bleibt garantiert. Man wolle nach Wegen suchen, um bald an einem Tisch „von Angesicht zu Angesicht zu sitzen", erklärte der neue US-Präsident. Die USA und der Iran könnten zu einem von gegenseitigem Respekt geprägten Verhältnis finden.

Auch im Iran ist die politische Lage in Fluss geraten, wenngleich die kleinen und großen Provokationen munter weitergehen. Seit Ex-Präsident Chatami, der eine Entspannung mit den USA befürwortet, erneut für das Präsidentenamt kandidiert, setzt auch Hardliner Achmadinedschad auf mildere Töne. Der Iran sei grundsätzlich zu Gesprächen bereit – vorausgesetzt, diese basierten auf gegenseitigem Respekt, sagte er - und borgte dabei fast Obamas Worte. M.G.

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