Politik : Der Krieg der Armen (Hintergrund)

Seit 1998 liefern sich die bitterarmen und von Hungersnöten heimgesuchten Länder Äthiopien (60 Millionen Einwohner) und Eritrea (vier Millionen Einwohner) einen teuren und blutigen Krieg um ein unwirtliches Grenzgebiet. Mehr als 100 000 Soldaten und Zivilisten sind dabei bisher ums Leben gekommen. Alle internationalen Versuche, den Konflikt beizulegen, waren bislang vergeblich. Bis vor wenigen Jahren galten die Beziehungen als geradezu freundschaftlich. Nach einem 31-jährigen Befreiungskampf hatte Äthiopien 1993 die Loslösung seiner Nordprovinz am Roten Meer akzeptiert. Beide Regierungen versprachen, eng zusammenzuarbeitern. Vor den Äthiopiern hatten Italiener und Briten über Eritrea geherrscht.

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