Politik : Der Rohstoff zählt

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Russland ist für Deutschland einer der wichtigsten Geschäftspartner. Im vergangenen Jahr lieferte die Bundesrepublik Waren im Wert von 17,3 Milliarden Euro in die Russische Föderation. Damit nimmt Russland unter den Bestimmungsländern des deutschen Exports Rang 13 ein. Noch bedeutender ist allerdings der Import mit 21,6 Milliarden Euro (Rang 10). Der bei weitem größte Teil davon entfällt auf Erdöl und Erdgas. Insgesamt liefert Russland rund 30 Prozent des deutschen Öl- und sogar knapp 40 Prozent des deutschen Gasbedarfs. Auch sonst importiert Deutschland aus Russland vor allem Rohstoffe : Nach der Energie sind Eisen-, Stahl- und Kokerei-Erzeugnisse die wichtigsten Handelsgüter. Ganz anders sieht der Warenstrom in umgekehrter Richtung aus. Deutsche Firmen verkaufen in Russland vor allem

Maschinen , chemische Erzeugnisse und Kraftfahrzeuge . Auch in Zukunft werde sich an den Handelsströmen nicht viel ändern, sagt Roland Götz von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Im Gegensatz zu Rohstoffen seien russische Produkte „auf den Weltmärkten nur selten konkurrenzfähig “. Der Wert des russischen Exports werde aber zunehmen. „Das ist die logische Folge des hohen Ölpreises.“ awm

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