• Deutschland, Einwanderungsland: Im Jahr 2050 leben auf der Welt mehr als 9 Milliarden Menschen

Politik : Deutschland, Einwanderungsland: Im Jahr 2050 leben auf der Welt mehr als 9 Milliarden Menschen

Trotz der verlangsamten oder sogar rückläufigen Geburtenrate in den Industrieländern werden bis zum Jahr 2050 gut 9,3 Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste UN-Erhebung, die am Mittwoch in New York veröffentlicht wurde. Sie sagt für die Mitte dieses Jahrhunderts einen Zuwachs der Weltbevölkerung von 3,2 Milliarden Menschen oder etwas mehr als 50 Prozent voraus. Die Bevölkerungsexplosion in den armen Ländern hat dort wiederum eine wachsende Migration in Richtung von Industriestaaten zur Folge. Ohne diese Zuwanderung würden die Bevölkerungszahlen in den hochentwickelten Ländern schon 2003 sinken.

Den UN zufolge vermehrt sich die Menschheit zur Zeit um 1,2 Prozent oder 77 Millionen Babys pro Jahr. Die Hälfte des Zuwachses entfällt auf nur sechs Länder. Indien hat mit einem Bevölkerungsplus von 21 Prozent im Jahr den weitaus größten Anteil, gefolgt von China mit 12 Prozent, Pakistan mit 5 Prozent, Nigeria und Bangladesch mit jeweils 4 und Indonesien mit 3 Prozent.

Die Bevölkerung in den Industrieländern liegt gegenwärtig bei 1,2 Milliarden. Diese Zahl wird sich wegen der stagnierenden Geburtenrate dort bis zum Jahr 2050 auch nur unwesentlich ändern. Deutschlands und Japans Bevölkerung wird nach der UN-Berechnung in 50 Jahren um jeweils 14 Prozent schrumpfen, in Italien und Ungarn um 25 Prozent, in Russland, Georgien und der Ukraine um jeweils 28 bis 40 Prozent. Dank der höheren Lebenserwartung von dann durchschnittlich 82 Jahren werden in Deutschland und anderen europäischen Ländern bis zum Jahr 2050 zwei Senioren auf ein Kind entfallen. In 50 Jahren sollen auch die Bewohner in den ärmeren Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas ein durchschnittliches Alter von 75 Jahren erreichen.

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