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Statistik : Ausländeranteil in Deutschland leicht gesunken

18.02.2008 10:01 Uhr

Laut Statistischem Bundesamt wohnen hierzulande knapp sieben Millionen Menschen, die keinen deutschen Pass besitzen - das ist etwas weniger als 2006. Die meisten von ihnen stammen aus Europa und halten sich bereits seit Jahren in Deutschland auf.

WiesbadenDie Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wies das Ausländerzentralregister Ende 2007 rund 6,74 Millionen Personen in Deutschland aus, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Ihre Zahl ging gegenüber 2006 um etwas mehr als 6100 zurück, das bedeutet ein Minus von 0,1 Prozent.

Die Veränderung ergibt sich daraus, dass knapp 402.400 ausländische Personen im Jahr 2007 nach Deutschland zugezogen sind oder hier geboren wurden. Knapp 279.000 Personen haben Deutschland im gleichen Zeitraum verlassen oder sind verstorben.

Rund 129.500 Personen schieden zum Beispiel durch Einbürgerung oder aus anderen Gründen aus dem Zentralregister aus.

80 Prozent (5,4 Millionen) aller ausländischen Personen in Deutschland hatten einen europäischen Pass. Zwölf Prozent der Ausländer in Deutschland stammten aus Asien, vier Prozent aus Afrika, drei Prozent aus Amerika, und ein Prozent hatte keine oder eine ungeklärte Staatsangehörigkeit.

Türken größte Gruppe unter Ausländern in Deutschland

Am größten ist den Angaben zufolge der Anteil von türkischen Staatsbürgern, den das Amt auf 25 Prozent beziffert. Danach folgen Italien mit acht Prozent, Polen mit sechs, Serbien und Montenegro einschließlich der beiden Nachfolgestaaten mit zusammen fünf Prozent, Griechenland mit vier und Kroatien sowie die Russische Föderation mit jeweils drei Prozent.

Ende 2007 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller ausländischen Personen in Deutschland 17,7 Jahre. 35 Prozent davon wohnen mehr als 20 Jahre in Deutschland. Über 70 Prozent (4,8 Millionen) halten sich seit mindestens acht Jahren hierzulande auf und haben so die notwendige Aufenthaltsdauer für eine Einbürgerung erreicht.

Ausländeranteil an Gymnasien gering

Der Anteil von Ausländern in deutschen Schulen ist indes mit 9,6 Prozent konstant geblieben. Während der Ausländeranteil in Grundschulen bei 10,6 Prozent lag, unterschied er sich zwischen den weiterführenden Schularten deutlich. 19,2 Prozent der ausländischen Schüler besuchten die Hauptschule, 13,8 Integrierte Gesamtschulen, 7,7 Prozent Realschulen. Nur 4,3 Prozent lernten in Gymnasien. (jvo/dpa/ddp)

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