Politik : Die Deutsche Bischofskonferenz

Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss aller katholischen Bischöfe, Weihbischöfe, Koadjutoren und Diözesanadministratoren in der Bundesrepublik. Die 72 Mitglieder treffen sich zweimal jährlich zu einer Vollversammlung - im Frühjahr an wechselnden Orten und im Herbst in Fulda. Die Vollversammlung ist das oberste Organ der Bischofskonferenz. Sie erlässt Kirchengesetze und Anordnungen, richtet Bischöfliche Kommissionen ein und entsendet ständige Vertreter in Rundfunkräte und andere Gremien. Außerdem wählt sie den Vorsitzenden der Bischofskonferenz für eine Amtszeit von jeweils sechs Jahren.

Die deutschen Bischöfe kamen 1848 zu ihrer ersten Konferenz am Grab des "Apostels der Deutschen", des Heiligen Bonifatius, in Fulda zusammen. Die kirchenpolitischen Auseinandersetzungen mit Preußen, aber auch die demokratischen Freiheiten führten zu einem verstärkten gemeinsamen Vorgehen sowohl bei den Laien, die einen "Katholikentag" schufen, als auch bei den Bischöfen.

Aus der regelmäßigen "Fuldaer Bischofskonferenz" wurde erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1966 die von Rom als Gremium anerkannte "Deutsche Bischofskonferenz". Seither sind auch die Weihbischöfe und die so genannten Visitatoren dabei. Die nach dem Bau der Mauer geschaffene "Berliner Bischofskonferenz" der Oberhirten in der DDR wurde 1990 durch päpstliches Dekret mit der Deutschen Bischofskonferenz vereinigt.

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