Politik : Die Frauen holen Gold und Bronze

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Athen Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen hat bei den Olympischen Spielen in Athen eine Sensation geschafft. In einem leidenschaftlich ausgetragenen Finale besiegte das Team am Donnerstag die favorisierten Niederlande mit 2:1 und gewann damit die Goldmedaille. Beim größten Erfolg der deutschen Hockey-Frauen überhaupt erzielten Anke Kühn und Franziska Gude die entscheidenden Tore.

Ebenfalls jubeln konnten die Frauen der Fußball-Nationalmannschaft. Im Spiel um Platz drei holten sie die Bronzemedaille. Renate Lingor erzielte den Treffer zum 1:0-Sieg über Schweden, der auch durch eine herausragende Leistung von Torfrau Silke Rottenberg ermöglicht wurde. Olympiasieger wurden die US-Fußballerinnen, die Brasilien im Finale mit 2:1 nach Verlängerung besiegten.

Heute können sich die deutschen Männer ebenfalls eine Medaille im Mannschaftssport sichern. Sollten die Handballer Russland im Halbfinale schlagen, ist ihnen zumindest Silber sicher.

Eine Niederlage musste Deutschland dagegen in der Sportpolitik hinnehmen. Bei der Wahl der vier Athletenvertreter ins Internationale Olympische Komitee (IOC) kam der ehemalige Hürdensprinter Florian Schwarthoff nur auf Rang neun. Damit sind mit Walther Tröger und Thomas Bach nur noch zwei deutsche Funktionäre im IOC vertreten.

Unterdessen wurde in Athen ein weiterer Dopingfall bekannt. Der Frauen-Doppelvierer des ukrainischen Ruderteams verlor seine Bronzemedaille an Australien, weil bei der Ukrainerin Olena Olefirenko die Einnahme eines unerlaubten Stimulanzmittels nachgewiesen wurde. Damit liegt die Zahl der aufgedeckten Dopingfälle bei den Olympischen Spielen bereits bei 15. Auch am heutigen Freitag wird Doping ein Thema sein, wenn Marion Jones im Finale des Weitsprungs antritt. Der US-Amerikanerin wird seit langem vorgeworfen, unerlaubte Mittel einzunehmen. Jones selbst beteuert ihre Unschuld. Tsp

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