Politik : Die Junta rechtfertigt sich

In ihrer Zeitung „New Light of Myanmar“ begründet Birmas Militärregime ihr Einschreiten gegen Demonstranten. Wir dokumentieren die wichtigsten Passagen des Artikels:

„Heute gegen 12.30 Uhr kam eine Gruppe von etwa 10 000 Demonstranten, inklusive Mönche und Bürger, zum Verkehrspunkt an der Ecke der Sule-Pagode-Straße und Anawrahta-Straße. Zu der Gruppe zählten angebliche Mönche, Studenten, Terroristen und NLD-Mitglieder (= die Oppositionspartei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, d. Red.). Sie riefen gemeinsam Forderungen. Die Mitglieder der Sicherheitskräfte nahe der Sule-Pagode benutzten Lautsprecher, überzeugten die Menge davon, nicht vorzudringen und sich aufzulösen. Aber die Menge griff die Sicherheitskräfte gemeinsam an, warf Steine und Stöcke auf sie und benutzte Katapulte.

Die Mitglieder der Sicherheitskräfte zogen sich in die zweite Linie zurück. Sie überzeugten die Menge wiederum, keine Gewalt gegen sie anzuwenden und sich friedlich aufzulösen. Aber die Protestler weigerten sich, ihren Befehlen zu gehorchen und überfielen die Sicherheitskräfte auch in der zweiten Reihe, warfen Steine auf sie und benutzten Katapulte. Gleichzeitig nahm der Mob zwei Motorräder der Sicherheitskräfte und brannte diese nieder. Sie versuchten, die Arme der Sicherheitskräfte zu packen. Wegen der unumgänglichen Umstände gaben die Mitglieder der Sicherheitskräfte einige Schüsse ab, setzten die geringstmögliche Gewalt ein, um den Mob aufzulösen. Die Protestler lösten sich angesichts der Schüsse auf. Zwei Motorräder wurden zerstört und acht Mitglieder der Polizeitruppe inklusive zwei hohe Beamte wurden verletzt. Unter den Protestlern wurde ein bislang nicht identifizierter Mann getötet. (Übersetzung mkb) Tsp

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