Politik : Die letzte Herausforderung (Meinung)

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Clint Eastwood tut es, Ronald Reagan hat es getan. Beide sind in die Politik gegangen und haben damit den Beweis erbracht, dass es beim Regieren nicht grundsätzlich schädlich ist, vorher im Film erfolgreich gewesen zu sein. Ja, es gibt sogar die Theorie, der innige Umgang mit Waffen und Sprengstoff, wie er in Actionfilmen üblich ist, könne Entschlussfreude und Durchsetzungskraft auch im richtigen Leben stärken - zumindest Eastwood hat ja als "Dirty Harry" allerhand umgemäht. Doch ihnen ist nun ein Meister erwachsen, denn der Terminator naht, um die Spuren falscher Politik aus der Welt zu tilgen. Ja: Was da in der Ferne dröhnt, sind die Tritte des großen Grazers Arnold Schwarzenegger, der schon alles weggeballert hat, was Drehbuchautoren an bösen bis unbesiegbaren Feinden so in den Kopf kommt. Da liegt es nahe, die letzte Herausforderung in der Politik zu suchen, und deshalb möchte Schwarzenegger im Jahre 2002 Gouverneur von Kalifornien werden - weil er es "in sich spürt", und weil viele Politiker "nichts oder nicht genug tun". Das sind starke Argumente, die bereits über die Strände von Malibu und den L.A-Smog weit hinausweisen und ihren Verfasser, wer weiß, geradewegs ins Weiße Haus befördern werden. Dort freilich warten keine Killerkommandos und keine mörderischen Replikanten, sondern noch viel tückischere Feinde: die Praktikantinnen. Ob President Schwarzenegger auch ihnen gewachsen ist?

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