Politik : Ein Dorf für Waisenkinder

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Rund drei Monate nach der Flutkatastrophe in Südasien betrachten viele Hilfsorganisationen die Phase der Nothilfe als abgeschlossen und planen erste Schritte für den Wiederaufbau. Nachdem Entwicklungsministerin Heidemarie WieczorekZeul (SDP) vergangene Woche die Phase der langfristigen Hilfe angekündigt hatte, stellte am Mittwoch in Berlin die Awo International ihre Wiederaufbaupläne in der Region vor.

Die Awo International ist eines von zehn Mitgliedern des Bündnisses „Aktion Deutschland hilft“, an das nach dem Tsunami rund 110 Millionen Euro gespendet worden sind. Sie ist im südindischen Tamil Nadu aktiv.

Für den beginnenden Wiederaufbau stehen der Awo International 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Vor allem jungen Menschen soll damit die Zukunft erleichtert werden.

Gemeinsam mit der Deutschen Welthungerhilfe und lokalen Hilfsorganisationen will die Awo International in den kommenden Monaten ein Dorf für Waisenkinder, eine integrative Schule und ein Traumabehandlungszentrum einrichten. In Dörfern an der südindischen Küste sind laut Barbara Gruner, zuständig für humanitäre Hilfe bei der Awo International, außerdem ein Gesundheitszentrum, Trinkwasseranlagen, Hilfe zu Kleinkrediten sowie andere Projekte zur Wirtschaftsförderung geplant.

Die Wiederaufbauphase in der südindischen Region ist zunächst auf vier Jahre angelegt. In den vergangenen drei Monaten nach dem Tsunami haben die Awo International und ihr lokaler Partner, das Life Help Center, den Menschen in Tamil Nadu bereits mit einem Nothilfe- Budget von 190000 Euro geholfen.Mareike Aden

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