Politik : Ein Öko-Dach

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Die Nitrofen-Krise schweißt die Öko-Branche zusammen. Statt weiterhin auf eigene Faust zu agieren, wollen die Bioverbände jetzt doch wieder einen Dachverband für die ökologische Landwirtschaft gründen. Diesem Verband sollen nicht nur alle Erzeuger, sondern auch die ökologischen Handelsunternehmen und die weiterverarbeitenden Betriebe beitreten. „Wir müssen unsere Kommunikationsstrukturen verbessern“, sagte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandschef der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (Agöl), dem Tagesspiegel. „Dazu brauchen wir eine gemeinsame Plattform.“

Man wolle sich durch die aktuelle Krise nicht unter Druck setzen lassen, aber „wir sind schon ziemlich weit“. Anders als bei der Agöl, die wichtige Bioverbände wie Demeter nicht repräsentiert, sollen dem neuen Dachverband alle Bioverbände (Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Gäa, Naturland, Ökosiegel, Bundesverbände Naturkost Naturwaren) angehören. Löwenstein räumte ein, dass die Verbände zu Beginn des Nitrofen-Skandals eher gegeneinander als miteinander gearbeitet hätten. Das sei aber jetzt vorbei. „Die Verbände haben erkannt, dass es jeden hätte treffen können“, sagte Löwenstein.hej

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