EINE CHRONIK : Die Ereignisse nach der Loveparade-Katastrophe

24. Juli 2010:

Am Eingangsbereich zur Loveparade kommt es zu einer Massenpanik. Insgesamt 21 Menschen sterben.

25. Juli: Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller verkündet das Aus für die Veranstaltung. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Oberbürgermeister Adolf Sauerland weichen beide den Fragen nach möglicher Schuld aus. Die Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt ein.

26. Juli: OB Sauerland lehnt Rücktrittsforderungen ab.

28. Juli: NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) macht den Veranstalter der Loveparade für die Massenpanik verantwortlich, weil dieser die Vorgaben seines Sicherheitskonzeptes nicht eingehalten habe. Schaller weist dies zurück.

29. Juli: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) legt Sauerland indirekt den Rücktritt nahe.

31. Juli: In der Duisburger Salvatorkirche findet im Beisein von Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Trauerfeier für die Opfer der Tragödie statt.

1. August: Bundespräsident Wulff legt Sauerland den Rücktritt nahe. In der Stadt startet eine Unterschriftensammlung zur Abwahl des Oberbürgermeisters.

1. September: Ein vom Innenministerium in Auftrag gegebenes Gutachten belegt, dass die Stadt Duisburg allein für die Sicherheit der Loveparade verantwortlich war. Ein Gutachten der Stadt aber sieht keine Schuld der Verwaltung.

2. September: Vor dem Düsseldorfer Innenausschuss weist Sauerland erneut die Verantwortung zurück. Die Polizei sieht die Schuld für das Unglück beim Veranstalter.

6. September: Der Duisburger Stadtrat fordert einen raschen Rücktritt von Sauerland. Eine entsprechende Resolution der SPD-Fraktion wird von 39 der 75 Abgeordneten unterstützt.

13. September: Sauerland übersteht ein Abwahlverfahren im Stadtrat. Es kommt keine Zweidrittelmehrheit zustande.

18. Januar 2011: Die Staatsanwaltschaft Duisburg leitet gegen 16 Personen Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung ein. Zu dem Personenkreis gehören Bedienstete der Stadt Duisburg, Mitarbeiter des Veranstalters und ein Polizeibeamter.

20. Juni: Eine Bürgerinitiative startet eine Unterschriftenaktion für einen Bürgerentscheid zur Abwahl von OB Sauerland.

6. Juli: Sauerland entschuldigt sich in einem Filmbeitrag erstmals öffentlich für die Loveparade-Katastrophe.

11. Juli: Die Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigt, dass die Genehmigung für die Loveparade rechtswidrig war. Sauerland erneuert seine Entschuldigung.

24. Juli: Gedenkfeier zum ersten Jahrestags des Unglücks.

17. Oktober: Eine Initiative übergibt knapp 80 000 Unterschriften zur Abwahl Sauerlands.

8. Dezember: Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt wegen einer Korruptionsaffäre um den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW gegen den Duisburger OB.

26. Dezember: Adolf Sauerland kritisiert den geplanten Bürgerentscheid über seine Abwahl als „Mogelpackung“ seiner politischen Gegner.

12. Februar 2012: Die Duisburger wählen ihren OB durch ein

Bürgerbegehren ab. dapd

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