Energieversorgung : Europa zeigt Interesse am Kaspischen Meer

Europa setzt zur Sicherung seiner Energieversorgung auf eine engere Zusammenarbeit mit Georgien. Minister Beschuaschwili bestätigte, beide Seiten hätten "eine gemeinsame Sicht in Energiefragen".

Brüssel - "Wir würden gern mehr Gas und Erdöl aus der Region des Kaspischen Meeres beziehen", sagte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs nach einem Treffen mit dem georgischen Außenminister Gela Beschuaschwili. Das würde mehr Transporte durch Georgien bedeuten. Georgien sei bereit zur Einrichtung von Transportkorridoren in Richtung Europäische Union, sagte Piebalgs.

Der EU-Kommissar forderte Georgien gleichzeitig zu einer Fortsetzung seiner Reformen auf und sagte: "Wir sollten auch mehr auf politische Kooperation setzen." Das Kaukasusland am Schwarzen Meer sei mit dem EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien näher an die Gemeinschaft herangerückt. Fortschritte dort seien auch zum Vorteil der EU. Probleme sollten politisch und friedlich gelöst werden.

Piebalgs betonte, für Lieferanten wie Abnehmer im Energiesektor sei Vielfalt wichtig. "Dafür ist die kaspische Region besonders bedeutsam", sagte der Kommissar. Russland werde bei der europäischen Energieversorgung aber weiterhin "eine Schlüsselrolle" spielen. (tso/dpa)

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