Politik : Entwürdigende Rituale, rechtsextreme Vorfälle

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Die Bundeswehr gerät immer wieder wegen Disziplinlosigkeiten und Skandalen in die Schlagzeilen. Einige Beispiele:

Im Sommer 2006 flogen bizarre Praktiken bei Beförderungsritualen auf. Bei Fallschirmjägern in Zweibrücken soll es zu entwürdigenden und obszönen Behandlungen gekommen sein. Mehrere Soldaten wurden zwangsversetzt , die Kompanie wurde vom Kongo-Einsatz ausgenommen.

2004: Im münsterländischen Coesfeld berichteten Soldaten, wie sie bei einem Nachtmarsch in einen regelrechten Hinterhalt ihrer Ausbilder gerieten und dann als „Gefangene“ in simulierten „Verhören“ traktiert wurden. Augenzeugen erzählten von Tritten , Elektroschocks und Schreien. Der Prozess gegen einen Offizier und 17 Unteroffiziere soll im März 2007 beginnen.

Ebenfalls 2004 hatte es Berichte über angebliche Folterungen im Kosovo gegeben. Medien meldeten damals, es kursierten Fotos, die deutsche Soldaten 1999 bei der Misshandlung von Gefangenen in Prizren zeigten. Allerdings ließ sich der Verdacht nicht erhärten.

Im Frühjahr 1996 drehten Soldaten während der Vorbereitung auf den Einsatz in Bosnien geschmacklose Filme . Darin wurden Vergewaltigungen, Scheinerschießungen und sogar eine Kreuzigung nachgestellt. Beteiligt waren Wehrpflichtige des Jägerbataillons 571 aus Schneeberg. Es kam zu Disziplinarverfahren, jedoch nicht zu einem Gerichtsverfahren.

In den 90er Jahren fielen Soldaten mehrfach wegen rechtsextremer Vorgänge auf. So tauchten Videos mit „Hitlergruß“ auf, es gab Berichte, wonach in einer Kaserne regelmäßig auf den „Führer“ angestoßen wurde. Tsp

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