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Explosion : Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag im unruhigen Nordwesten Pakistans mindestens 65 Menschen mit in den Tod gerissen.

Neuer verheerender Terroranschlag in Afghanistan: Bei einem Attentat im Grenzgebiet zu Afghanistan sind am Freitag mindestens 65 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere wurden zum Teil schwer verletzt, als Terroristen vor dem Amtssitz der Regionalverwaltung im Stammesgebiet Mohmand im Nordwesten des Landes eine Autobombe zündeten. Das bestätigte Behördenchef Rasool Khan. Die beiden Männer hätten versucht, mit einem Motorrad zu fliehen. Durch die heftige Detonation seien aber auch sie getötet worden. Zunächst hatte Khan von einem Selbstmordanschlag gesprochen.

Den Angaben zufolge wurden durch die Wucht der Explosion mehrere Gebäude schwer beschädigt. Darunter sei auch ein Gefängnis, aus dem nach dem Anschlag mindestens 35 Gefangenen die Flucht gelungen sei, sagte Khan weiter. Bei den Flüchtigen handele es sich um Kleinkriminelle. Zunächst hatten die Behörden befürchtet, dass auch Kämpfer der radikal-islamischen Taliban entkommen sein könnten.

Das Stammesgebiet Mohmand liegt an der Grenze zu Afghanistan und gilt als eine Hochburg der Taliban und als Rückzugsraum für Angehörige der Terrororganisation Al-Kaida. In Mohmand und anderen Teilen der Gebirgsregion geht das pakistanische Militär seit Monaten verstärkt gegen die Extremisten vor. (dpa)

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