Fall Böhmermann : Bernd Lucke wirft Satiriker Feigheit vor

Der Vorsitzende der Partei Alfa, Bernd Lucke, hat sich hinter den türkischen Präsidenten Erdogan gestellt. Gleichzeitig bezeichnete er Böhmermann als "feige Drecksau".

Der Bundesvorsitzende der Partei "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (Alfa), Bernd Lucke.
Der Bundesvorsitzende der Partei "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (Alfa), Bernd Lucke.Foto: dpa

Der Vorsitzende der konservativ-liberalen Partei Alfa, Bernd Lucke, hat dem ZDF-Satiriker Jan Böhmermann wegen dessen Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Feigheit vorgeworfen. „Ihn (Erdogan) abzuwatschen, ist leichtes Spiel. Da klatscht das Publikum, weil es den ungeliebten Erdogan erwischt. Da lacht es über die primitiven Vulgaritäten“, schrieb Lucke am Samstag auf seiner Internetseite. Böhmermann habe Erdogan mit „Dreck und Schweinereien überschüttet“, fügte der Europaabgeordnete hinzu.

"Böhmermann ist eine feige Drecksau"

Zugleich schrieb Lucke auf einer Website: "Böhmermann ist eine feige Drecksau". Er bedient sich dabei der selben Methode wie der Satiriker und betont vor der entsprechenden Passage, er spreche aus, was man nicht sagen dürfe.

Lucke räumt zwar ein, dass Kritik an Erdogan berechtigt sei, lobt den türkischen Präsidenten dann aber ausgiebig für dessen Wirtschafts- und Sozialpolitik. (tsp/dpa)

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