Familienpolitik : Linkspartei sauer auf Ehefrau von Lafontaine

Christa Müller, die familienpolitische Sprecherin der Partei Die Linke, eckt mit ihrem Hang zum konservativen Lager erneut an. Zum einen will sie als Referentin bei der Paneuropa-Union auftreten, aber auch ihr neues Buch sorgt für Aufregung.

Christa Müller
Christa Müller verärgert die Linkspartei. -Foto: ddp

BerlinChrista Müller, Ehefrau von Linksparteichef Oskar Lafontaine und familienpolitische Sprecherin der Linken im Saarland, hat schon wieder Parteifreunde gegen sich aufgebracht. Parteivize Katina Schubert kündigte im Gespräch mit dem Tagesspiegel an, sie wolle im Vorstand zur Sprache bringen, dass Müller am Wochenende an einem familienpolitischen Kongress der Paneuropa-Union Bayern als Referentin auftreten will. "Solche rechtskonservativen Kreise können für uns kein Bündnispartner sein", sagte Schubert der Zeitung.

Bei dem Kongress spricht nach Angaben des Blattes auch der Augsburger Bischof Walter Mixa – wie Müller Kritiker der Familienpolitik der Bundesregierung. Sauer sind viele Linkspolitiker auch, dass Müller ihr neues Buch "Dein Kind will dich!" im bistumseigenen Augsburger Sankt-Ulrich-Verlag publiziert. Der Sprecher des Forums Demokratischer Sozialismus, Stefan Liebich, sagte, Müller müsse sich "gut überlegen, mit welchen Partnern sie ihre Positionen publiziert". Der saarländische Bundestagsabgeordnete Volker Schneider erklärte dem Tagesspiegel, er wolle den Vorgang parteiintern diskutiert wissen. (Tsp)

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