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FDP : Christian Lindner kritisiert AfD als Bauernfängerpartei

Neuer FDP-Chef Christian Lindner übt scharfe Kritik an der europakritischen Partei "Alternative für Deutschland". Sie mache sich die Ängste der Menschen zu Nutze.

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Im Hinblick auf das Wahljahr 2014 will Lindner seiner liberale Partei ein schärferes politisches Profil verpassen.
Im Hinblick auf das Wahljahr 2014 will Lindner seiner liberale Partei ein schärferes politisches Profil verpassen.Foto: dpa

Unmittelbar vor dem Europawahljahr 2014 hat der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, die Euro-kritische Partei „Alternative für Deutschland (AfD) scharf angegriffen. Lindner bezeichnete die AfD gegenüber dem Tagesspiegel als eine „Bauernfängerpartei“. Auf die Sorgen der Menschen gebe die AfD keine Antworten, „jeder sagt dort irgendetwas“, sagte Lindner. Den von der AfD angesprochenen Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone nannte der FDP-Politiker „politisch riskant und ökonomisch schädlich“. Wer, wie die AfD, „aus ideologischen Gründen neue Turbulenzen auslösen“ wolle, handele „töricht und falsch“. Die AfD mache sich „die Ängste der Menschen zu Nutze“.

Lindner will Profil der FDP schärfen

Der FDP-Vorsitzende will im Wahljahr 2014 das Profil seiner Partei schärfen und setzt dabei ausdrücklich auf Teamarbeit. Wenige Tage vor dem traditionsreichen Dreikönigstreffen in Stuttgart Anfang Januar sagte Lindner dem Tagesspigel, seine Partei, die FDP, „braucht wieder eine klare politische Richtung“. Er wolle „den Bürgerinnen und Bürgern eine Heimat“ geben, die „selbstbestimmt leben wollen und sich vor Verantwortung nicht scheuen“.

Teambildung an der Spitze

Seine Rolle sehe er darin, an der Spitze der FDP „ein Team zu formen“. 2012 habe die FDP bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen gezeigt, „wie man gemeinsam in einem Team kämpfen und in einer schier ausweglosen Lage gewinnen kann“. Darauf sei er stolz. „Keiner kann allein die FDP erneuern“, sagte Lindner. Konkrete Ziele für die Landtagswahlen und die Europawahl 2014 nannte Lindner für seine Partei nicht.

Alle Wahlen würden wichtig, „bei allen Wahlen wollen wir respektabel abschneiden“. Entscheidend sei aber, dass die FDP bei der Bundestagswahl 2017 die Menschen wieder von sich überzeugen könne.

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