Politik : Finale!

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Eine Viertelstunde vor Schluss schoss Michael Ballack das entscheidende Tor. Sein Leverkusener Mannschaftskollege Oliver Neuville hatte bei einem Konter über die rechte Angriffsseite den Ball nach vorne getrieben und in den Strafraum geflankt. Dort standen Ballack und der eingewechselte Oliver Bierhoff frei. Ballack schoss den Ball direkt aufs Tor, traf dabei aber Torwart Lee Woon-jae. Den Abpraller konnte Ballack im zweiten Versuch verwandeln.

Im Finale am Sonntag wird Ballack allerdings fehlen. Kurz vor seinem Treffer hatte er nach einem Foul vom souveränen Schiedsrichter Urs Meier aus der Schweiz die Gelbe Karte gesehen. Für Ballack war es die zweite Verwarnung in der Finalrunde – er ist im letzten Spiel gesperrt.

Vor 64 677 Zuschauern im World Cup Stadium von Seoul hatte sich von Beginn an eine schnelle und spannende Partie entwickelt. Die deutsche Mannschaft, bei der Teamchef Rudi Völler auf alle Spieler zurückgreifen konnte, zeigte sich technisch stark und engagierter als beim knappen 1:0-Sieg im Viertelfinale gegen die USA.

Die ersten Chancen erspielten sich allerdings die von der Heimkulisse angefeuerten Koreaner. Mit schnellen Kontern überraschten sie mehrmals die deutsche Abwehr. Bereits nach acht Minuten kam der südkoreanische Stürmer Lee Chun-soon freistehend im Strafraum zum Schuss. Der deutsche Torwart Oliver Kahn, der in den vorherigen Spielen schon Garant der Erfolge war, konnte den Ball allerdings mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken. Kurze Zeit später versuchte sich noch Park Ji-sung mit einem Schuss – für Kahn wiederum kein Problem.

Mit zunehmender Spieldauer präsentierte sich die deutsche Abwehr sicherer. Koreanische Angriffe wurden seltener. Abwehrchef Carsten Ramelow, der Sebastian Kehl ersetzte, konnte sich mehrmals einen Ausflug bis zum gegnerischen Strafraum leisten. Die Deutschen zeigten einen engagierten Spielaufbau. Die Flanken waren jedoch oft ungenau, so dass Neuville und Miroslav Klose mit Kopfballversuchen scheiterten. Ähnlich erging es Anfang der zweiten Halbzeit Marco Bode. Der Bremer, der den Vorzug vor Christian Ziege erhalten hatte, konnte sein engagiertes Spiel nicht mit einem Tor krönen. Sein Kopfball flog knapp am Tor vorbei.

Am Ende rettete die deutsche Mannschaft den Sieg über die Zeit. Das Anrennen der Koreaner in der Schlussphase blieb ohne Erfolg. Einen letzten Versuch vereitelte der aus dem Tor stürmende Kahn in der Nachspielzeit. Nach dem Schlusspfiff sagte er: „Jetzt gewinnen wir das Finale.“

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