''Fitna'' : Pakistanisches Parlament verurteilt Wilders-Streifen

Geert Wilders Anti-Islam-Film "Fitna" hat schon jede Menge Protest provoziert: Die Niederländer gingen auf die Straße, weil sie die Veröffentlichung des Streifens verhindern wollten, in Pakistan demonstrierten Tausende und ein Blogger aus Saudi-Arabien produzierte einen Gegenfilm. Nun hat der Protest die Parlamente erreicht.

IslamabadDas Parlament in Pakistan hat den umstrittenen Anti-Islam-Film des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders scharf verurteilt. Der im Internet veröffentlichte Streifen, in dem Korantexte in Zusammenhang mit der Gewalt muslimischer Extremisten gebracht werden, sei "beleidigend und herabwürdigend", sagte der pakistanische Informationsminister Sheri Rehman am Abend. Zugleich wandte sich das Parlament in Islamabad vehement gegen den Wiederabdruck von Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen. Anfang 2006 war es in weiten Teilen der muslimischen Welt wegen Mohammed-Karikaturen zu blutigen Protesten gekommen.

Pakistanische Politiker sprachen im Zusammenhang mit dem Islam-Film, von dem sich die Regierung in Den Haag distanziert hat, von einem Akt der Verleumdung und Anstiftung zum Hass. Dadurch würden nicht nur die Gefühle von Muslimen in aller Welt verletzt, sondern auch die Stabilität vieler Gesellschaften gefährdet. Die Vereinten Nationen seien aufgerufen, diesem Trend entgegenzuwirken und für den Respekt vor allen Religionen einzutreten. (nim/AFP)

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