GIPFELZIELE : Testen und fördern

Bund und Länder wollen sich beim Bildungsgipfel am Mittwoch in Dresden auf eine „Qualifizierungsinitiative“ verständigen. In einem gemeinsamen Konzeptentwurf sind folgende Ziele und Maßnahmen vorgesehen:

Bund und Länder wollen mehr Geld für Bildung ausgeben, legen sich aber bislang nicht fest, wie viel. Der Bund will mehr Geld in Ausbildungs- und Begabtenförderung, den Ausbau von Studienplätzen und Weiterbildung stecken. Die Länder verpflichten sich, zumindest einen Teil derjenigen Gelder für Bildung auszugeben, die durch den Rückgang der Schülerzahlen in den Haushalten frei werden. Konkrete Summen oder Anteile werden aber nicht genannt.

Kinder sollen vor der Einschulung einen Sprachtest machen, damit sie bei Bedarf gezielt vor dem Schulstart gefördert werden können. Die Länder sollen bis 2010 die Voraussetzungen für diese verbindlichen Sprachstandsbeobachtungen schaffen.

Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss und der ausbildungsfähigen jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss sollen bis 2015 von acht auf vier beziehungsweise von sechzehn auf acht Prozent reduziert werden. Die Länder sollen mit finanzieller Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit noch vor dem Schulabschluss Kompetenzprofile der Schüler erstellen, um Lerndefizite frühzeitig zu beseitigen, so dass diese den Abschluss vielleicht noch schaffen.

Die Länder sollen bis 2010 die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Universitäten künftig auch für Meister, Techniker und Fachwirte geöffnet werden.

Bund und Länder wollen den Hochschulpakt bis 2020 verlängern, mit dem zusätzliche Studienplätze geschaffen werden sollen, die vom Bund mitfinanziert werden. Bis 2015 soll das Potenzial von zusätzlich etwa 275 000 Studienanfängern ausgeschöpft werden. ce

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