Politik : Gysi warnt Reformer vor Machtkämpfen

Die PDS-B,estagsfraktion im Internet www.pds-on

Der scheidende Vorsitzende der PDS-Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, hat den Reformflügel vor einem Machtkampf um die Führungspositionen der Partei gewarnt. Eine Auseinandersetzung der Reformer zur eigenen Profilierung "wäre verheerend, weil es irgendwann einen lachenden Dritten geben könnte", sagte Gysi der "Braunschweiger Zeitung". Er sprach sich für eine große "Paketlösung" aus.

Die PDS-Spitzenpolitiker der neuen Länder und der Bundesvorstand sollten gemeinsame Personalvorschläge für den neuen Parteichef, den Bundesgeschäftsführer sowie den Vorsitzenden und Geschäftsführer der Bundestagsfraktion machen, sagte Gysi. Er und PDS-Chef Lothar Bisky wollen ihre Führungspositionen im Herbst abgeben. Bisky schlägt als Nachfolger Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch oder die Berliner PDS-Chefin Petra Pau vor. "Beide Namen klingen sehr gut", sagte Gysi, ohne einen persönlichen Favoriten zu nennen. Der Fraktionschef sprach sich gegen eine Kür des neuen PDS-Vorsitzenden auf Regionalkonferenzen nach CDU-Vorbild aus. "Dass über Beifall entschieden wird, wer der oder die Richtige ist, halte ich für langweilig und der Partei nicht würdig." Die PDS habe auch nicht die Kraft wie die CDU, "im Spiel mit den Medien" einen Kandidaten ohne innerparteiliche Diskussion zu installieren.

Der Bundesvorstand hatte am Montag beschlossen, er werde bis 15. Mai einen oder mehrere Kandidaten für den Parteivorsitz benennen, die dann auf Basiskonferenzen präsentiert würden. Gysi forderte erneut den ultralinken Parteiflügel aus westdeutschen Dogmatikern und "strammen Ideologen" im Osten auf, einen eigenen Kandidaten für den PDS-Vorsitz aufzustellen.Die PDS-Bundestagsfraktion im Internet www.pds-online.de/bt

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