Politik : Haarig

Markus Feldenkirchen

Foto: Rückeis / Montage: DP

HINTER DEN LINDEN

Es geht um die bedeutende Frage: Wer wird der Costa Cordalis der deutschen Politik? Kaum ist der „Anita“ trällernde Grieche als Dschungelkönig dem australischen Urwald entschlüpft, schon trachtet das Volk nach weiteren Peinlichkeitsopfern. Diesmal in der Politik. Liegt ja auch nahe. In einer Forsa-Umfrage haben die Deutschen nun ihre Lieblingskandidaten für eine Dschungelshow II benannt. Wir hinter den Linden versuchen uns derweil schon einmal vorzustellen, worüber wir künftig berichten werden.

Auf Platz eins landete mit 53 Prozent natürlich der Bundeskanzler. Aber eigentlich wissen wir seit seinem Hannover-Urlaub, wie Gerhard Schröder in Shorts aussieht. Außerdem pilgert er dieser Tage ja selbst durch den Dschungel von Afrika. Nein, interessanter sind die hinteren Plätze. Für die hätten wir noch Dschungelprüfungen im Angebot, die eine wirkliche Herausforderung darstellen. Guido Westerwelle, den 50 Prozent im Dschungel-Camp sehen wollen, könnte Down under sein Meisterstück vollbringen: Er müsste mit verbundenen Augen einen liberalen Bundespräsidentenkandidaten aus einem Tümpel voll mit Aalen, Wasserspinnen und Wolfgang Gerhardts fischen. Manfred Stolpe (40 Prozent) könnte man der schier unlösbaren Dschungelprüfung unterziehen, in einem Baumhaus erfolgreiche Verhandlungen mit den Chefs von Toll Collect zu führen.

Nebenbei könnte sich Stolpe über das Mautsystem der örtlichen Dschungel-Schifffahrt informieren. Und Jürgen Trittin (auch 50 Prozent) würde schließlich vor die haarige Aufgabe gestellt, den Eingeborenen ein Pfandsystem für Kokosnüsse schmackhaft zu machen.

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