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Hamburg und Rheinland-Pfalz : Guantanamo-Häftlinge eingetroffen

Deutschland hat zwei ehemalige Häftlinge des umstrittenen US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba aufgenommen. Die beiden Männer trafen am Donnerstag in Hamburg und Rheinland-Pfalz ein.

Es handelt sich um einen Syrer und um einen staatenlosen Palästinenser ,wie Sprecher der Innenbehörden mitteilten. Der 34-jährige Ayman Mohammad Ahmad S. wird zunächst in einem Hamburger Krankenhaus auf seinen Gesundheitszustand untersucht.

Aus Rheinland-Pfalz gab es zunächst keine näheren Angaben. "Der Syrer ist jetzt an uns übergeben worden", sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) hatte zuvor erklärt, dass das Land auch bereit sei, die Frau und das Kind des Ex-Häftlings aufzunehmen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte im Juli nach eingehender Prüfung erklärt, von den beiden Männern gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Gefahr aus. Die Entscheidung zur Aufnahme hatte er damit begründet, dass die Bundesregierung das Lager stets kritisiert habe und deswegen eine Verantwortung habe, bei der Auflösung zu helfen.

In dem umstrittenen US-Lager auf Kuba werden seit 2002 vor allem mutmaßliche Taliban oder Al-Qaida-Mitglieder ohne Anklage und ohne Zugang zu Anwälten festgehalten. Bereits 2006 war der aus Bremen stammende Deutsch-Türke Murat Kurnaz nach viereinhalb Jahren Haft in Guantanamo in Deutschland aufgenommen worden. Die beiden jetzt Aufgenommenen haben dagegen keinen Bezug zu Deutschland.(dpa)

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