Hintergrund : Der Bundestag im Querschnitt

Einen Monat nach der Bundestagswahl ist am Dienstag das neue Parlament in Berlin zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen.

Berlin - Der 16. Bundestag zählt insgesamt 614 Abgeordnete. Auf Grund der vielen Überhangmandate ist er damit etwas größer als in der vergangenen Legislaturperiode. 2002 waren nur 603 Volksvertreter ins Parlament gewählt worden.

Als ältester Abgeordneter hat der 73-jährige Otto Schily bereits zum zweiten Mal die konstituierende Sitzung eröffnet. Er ist 51 Jahre älter als das jüngste Parlamentsmitglied, die 22-jährige Grünen- Politikerin Anna Lührmann. Mehr als die Hälfte der Männer und Frauen im Reichstag sind 50 Jahre und älter. Die Grünen bilden mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren die jüngste Fraktion, die CSU- Mitglieder mit fast 51 Jahren die älteste.

481 Gewählte kommen aus Westdeutschland, 133 aus dem Osten der Republik, was in etwa der Bevölkerungsverteilung zwischen Ost und West entspricht. Volksbezug ergibt sich auch beim Blick auf die Namensliste der Abgeordneten: 9 Müllers, 7 Schmi(d)(t)ts und zahlreiche Hofmanns in unterschiedlichen Varianten. Ihnen stehen wohlklingende Namen wie Carl-Eduard Graf von Bismarck und Karl- Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (beide CDU) gegenüber.

Die größte Berufsgruppe bilden die 346 «Berufspolitiker», also «Abgeordnete, administrativ entscheidende Berufstätige», wie es auf der Internetseite des Bundeswahlleiters heißt. Hinzu kommen 25 Lehrer - die meisten aus den Reihen der SPD. Aber auch Ingenieure, Chemiker und Physiker sind vertreten, 9 unter den Sozialdemokraten, die Linkspartei schickt 8 ins Parlament, die CDU 6, die Grünen 4 und die FDP 2. Die Zahl der Selbstständigen ist mit 19 eher gering. (tso/dpa)

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