Politik : Immer mehr Menschen werden 100 Jahre alt - die UN veröffentlicht neue Daten

epd

Der Anteil alter Menschen an der Weltbevölkerung wird immer größer. Die Zahl der 100-Jährigen werde bis zum Jahr 2050 weltweit voraussichtlich um das Fünfzehnfache von 145 000 auf 2,2 Millionen Frauen und Männer ansteigen, teilte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung am Dienstag unter Berufung auf Angaben der Vereinten Nationen in Hannover mit. Jeder fünfte Mensch werde dann älter als 60 Jahre sein, heute sei es noch jeder Zehnte. Die Zahl der über 60-Jährigen betrage derzeit rund 600 Millionen Menschen.

Erstmals wird es den Angaben zufolge im Jahr 2050 weltweit mehr ältere Menschen über 60 Jahren als Kinder unter 14 geben. Dieser Prozess beschränke sich nicht auf die Industrieländer, sondern zeichne sich auch in Entwicklungsländern ab. Rund 53 Prozent der Älteren würden dann in Asien leben, dem bevölkerungsreichsten Kontinent. Die Lebenserwartung sei allerdings regional sehr unterschiedlich. Heute hätten Männer mit 60 Jahren im Durchschnitt Aussicht auf 17 weitere Lebensjahre. Bei den Frauen sind es sogar 20 Jahre. In Entwicklungsländern könnten Männer dagegen nur mit zusätzlichen 14 Lebensjahren rechnen, Frauen mit zusätzlichen 16 Jahren.

Durch den Alterungsprozess verschiebt sich der Stiftung zufolge auch das Verhältnis von arbeitenden und wirtschaftlich abhängigen Menschen. Im Jahr 2050 stünden in den Industrieländern fünf Menschen im produktiven Alter von 15 bis 64 Jahren zwei Menschen im Alter über 65 gegenüber. Zur Ruhe setzen könnten sich ältere Menschen aber nur in den reichen Ländern. In der Dritten Welt seien noch 52 Prozent der über 60-jährigen Männer berufstätig, bei den Frauen sind es 20 Prozent. In den Industrieländern müssen noch 23 Prozent der über 60-jährigen Männer arbeiten, bei Frauen sind es 10 Prozent.

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