Internationale Beziehungen : Clinton macht Nordkorea Friedensangebot

Entspannungspolitik: US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich für eine Normalisierung der Beziehungen zu Nordkorea ausgesprochen - unter einer Bedingung.

Hillary Clinton
Will die Beziehungen zu Nordkorea normalisieren: US-Außenministerin Hillary Clinton. -Foto: dpa

WashingtonUS-Außenministerin Hillary Clinton hat Nordkorea eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA angeboten, falls das Land auf sein Atomprogramm verzichtet. Die US-Regierung sei bereit, die bilateralen Beziehungen zu normalisieren und den seit Ende des Koreakrieges 1953 geltenden Waffenstillstand durch einen dauerhaften Friedensvertrag zu ersetzen, sagte Clinton in ihrer ersten außenpolitischen Rede am Freitag (Ortszeit) vor der Asia Society in New York. Voraussetzung sei, das die nordkoreanische Regierung "vollständig und nachprüfbar" auf sein Atomprogramm verzichte. Die USA seien zudem bereit, das verarmte Land unter anderem mit Energiehilfen zu unterstützen. Das Atomprogramm Pjöngjangs nannte sie das größte Problem für die Stabilität in Nordost-Asien.

2007 hatten Nordkorea, Südkorea, China, Japan, Russland und die USA vereinbart, dass das nordkoreanische Atomprogramm stufenweise beendet wird. Als Gegenleistung sollte Pjöngjang unter anderem Heizöllieferungen erhalten. Die US-Regierung strich Nordkorea zudem von ihrer Liste der "Schurkenstaaten". Die Umsetzung der Vereinbarung geriet jedoch immer wieder ins Stocken.

Clinton will Beziehungen zu China verbessern

Zugleich sprach Clinton sich für "positive Beziehungen" zu China aus. Auf mittlerer Ebene sollen im Laufe des Monats Gespräche zwischen den Militärs beider Länder wieder aufgenommen werden, nachdem sie wegen Waffenverkäufen der USA an Taiwan im vorigen Jahr auf Eis gelegt worden waren.

"Trotz unserer Differenzen bekennen sich die Vereinigten Staaten zum Ziel eines positiven Verhältnisses mit China", sagte Clinton. Dies sei "entscheidend für Amerikas Frieden, Fortschritt und Wohlstand in der Zukunft". Unlängst hatten Äußerungen des neuen amerikanischen Finanzministers Timothy Geithner für Irritationen in Peking gesorgt, China manipuliere seine Währung. (jam/AFP/dpa)

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