Politik : Kleine Franzosen

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Die französische Kinderkasse bietet aus deutscher Sicht geradezu vorbildliche Leistungen. Die Nationale Kasse für Familienleistungen (CNAF) finanziert sich wie die deutschen Solidarkassen aus Beiträgen der Arbeitgeber und nehmer. Aus der Taufe gehoben, um die Geburtenrate anzuheben, zielt die CNAF heute eher auf Verteilungsgerechtigkeit. Mit einem Volumen von umgerechnet etwa 45 Milliarden Euro finanzierte die Kinderkasse bereits 2001 die einkommensunabhängige Säuglingsbeihilfe (schon in der Schwangerschaft), Kindergeld und Beihilfe für die häusliche Kinderbetreuung. Sozial schwache Familien haben vom dritten Kind an einen Zusatzanspruch. Es gibt Erziehungsbeihilfen, wenn behinderte Kinder im Haushalt leben; Erziehungsgeld ab dem dritten Kind, wenn sich einer der Elternteile ganz der Erziehung widmet; ein von Einkommen und Kinderzahl abhängiges Wohngeld; Umzugszuschüsse und vergünstigte Renovierungsdarlehen.rj

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