Kommentar zu Schalke 04 : Polizei: Kein Freund und Helfer

Kein Polizeieinsatz mehr in der Schalker Fußball-Arena? Eine merkwürdige Entscheidung, findet unser Autor - und eine lächerliche. Offenbar ist die Polizei einfach nur eingeschnappt. Ein Kommentar

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Polizisten auf dem Weg ins Stadion von Schalke 04. Foto: dpa
Es war einmal: Polizisten auf dem Weg ins Stadion von Schalke 04.Foto: dpa

Das nächste Heimspiel ist das Spitzenspiel, Schalke 04 empfängt Bayern München. Da wollen viele dabei sein – nur die Polizei nicht. Sie hat ganz überraschend angekündigt, nicht mehr im Schalker Stadion und nicht mal auf dem Gelände präsent zu sein. Das Vertrauensverhältnis zur Vereinsführung sei zerstört. Das bedeutet: Die Schalker Arena wird zwar nicht zum rechtsfreien Raum, aber es gibt keine Staatsgewalt, die schnell eingreifen könnte.

Eine merkwürdige Entscheidung. Und eine lächerliche. Denn das Motiv dahinter kann nur sein, dass die Polizei eingeschnappt ist. Bei einem Europapokalspiel hatte sie einen Schalker Block gestürmt, weil Fans dort mit einer Fahne angeblich die Anhänger des griechischen Gegners provoziert hatten. Es gab zahlreiche Verletzte. Die Schalker Klubführung kritisierte den Einsatz. Diese Kritik verbat sich die Polizei. Dabei hatten selbst Abgeordnete der CDU und FDP Fragen gestellt. Wird die Polizei künftig nur noch dahin gehen, wo es garantiert nicht wehtut? Und wo sie mit Lob überschüttet wird? Zum Glück hat Schalke am Samstag ein Auswärtsspiel. Bleibt also eine gute Woche Zeit, um nochmal miteinander zu reden.

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