Politik : Konzernchefs sammeln für Koch

Opposition kritisiert Reaktivierung von CDU-Schwarzgeldkonto

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Wiesbaden (csl). Die Initiative „Wirtschaft für Koch“ will eine Million Euro an Spenden für den bevorstehenden Landtagswahlkampf des hessischen Ministerpräsidenten sammeln. Diese Meldung des „Stern“ bestätigte der Sprecher der Hessischen CDU, Michael Brand, dem Tagesspiegel. Als Initiatoren werden der Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller, Unternehmensberater Thomas Deininger und Altana-Chef Nikolaus Schweikart genannt. „Wir freuen uns riesig über den Vertrauensbeweis für die Wirtschaftspolitik des Ministerpräsidenten“, sagte Brand. Die Opposition im Wiesbadener Landtag nahm allerdings Anstoß an den Initiatoren. Der SPD-Obmann im Untersuchungsausschuss, Jürgen Walter, sprach von den „alten Kameraden aus der CDU-Schwarzgeldzeit“ und meinte damit Altana und den Commerzbankchef. Der grüne Fraktionschef, Tarek Al Wazir, erinnerte daran, dass ein Honorar von 37 500 Mark für Unternehmensberater Deininger aus schwarzen Kassen bezahlt worden sei. Auf das Konto bei der Commerzbank, auf das jetzt neue Spenden eingezahlt werden sollten, seien zwischen 1978 bis 1982 mehr als 1,3 Millionen Mark Schwarzgeld geflossen.

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