Kriegsverbrechen : Milosevic kann in Belgrad beigesetzt werden

Der am Samstag verstorbene frühere Serben-Präsident Milosevic kann in Belgrad beigesetzt werden. Dies bestätigte Regierungschef Kostunica. Die Regierungspartei G17 hat indes mit einem Austritt aus der Koalition gedroht.

Belgrad - Der frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic kann nun doch in Belgrad beigesetzt werden. Mit der Entscheidung des Kreisgerichts zur Aufhebung des Haftbefehls gegen die Milosevic-Witwe Mirjana Markovic sei der Familie die Möglichkeit eingeräumt worden, den Gestorbenen in Belgrad beizusetzen, sagte der serbische Regierungschef Vojislav Kostunica am Dienstag der Nachrichtenagentur Beta.

Unterdessen hat die Regierungspartei G17 gedroht, die Koalition zu verlassen, sollte für die Milosevic-Ehefrau ein Sonderrecht angewandt werden. «Wir sind nicht bereit, in einer Regierung zu sein, die nicht im Stande ist, die Gesetze dieses Landes auf alle Bürger anzuwenden», sagte Präsidiumsmitglied Cedomir Antic. Hintergrund sind Forderungen, trotz gegenteiliger gesetzlicher Vorschriften die Anklage wegen Amtsmissbrauches für nichtig zu erklären. (tso/dpa)

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